Rollenprobleme aufspüren

Sollten Sie als Verkäufer Probleme mit Ihrer „Rolle“ haben, sollten Sie schleunigst versuchen, diese zu beheben, ansonsten werden Sie Ihr Leistungspotential niemals ausschöpfen können. Stellen Sie sich zur Überprüfung Ihres „Identifikationsgrades“ deshalb einmal die folgenden Fragen:

  •  Habe ich innere Konflikte in Bezug auf meinen Beruf als Verkäufer verdrängt?          
    Vielleicht war „Verkäufer“ eigentlich nicht Ihr Traumjob, als Sie eine entsprechende berufliche Laufbahn eingeschlagen haben. Von Ihren Freunden und Bekannten wurden Sie damals als „Klinkenputzer“ gehänselt. Und irgendwie hat sich in Ihrem Unterbewusstsein die Überzeugung festgesetzt, dass Sie aufgrund Ihres Berufes ein negatives Image weghaben.
  • Verstehe ich mich mit meinen Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kollegen gut?             
    Viele Identifikationskonflikte resultieren auch aus Unstimmigkeiten im sozialen Umfeld. Wenn Sie zum Beispiel einen Vorgesetzten haben, der Ihre Leistungen nicht anerkennt oder Kollegen, die Sie nicht vollständig integrieren, dafür aber umso mehr intrigieren, raubt Ihnen das ebenfalls eine Menge Power.
  • Identifiziere ich mich 100prozentig mit meinem Unternehmen und mit den Produkten und Dienstleistungen, die ich als Verkäufer anbiete?
    Jeder von uns strebt danach, das, was er macht, ohne wenn und aber „unterschreiben“ zu können. Das, was sie als Verkäufer anbieten, muss in Einklang mit Ihrer Persönlichkeit und Ihren Überzeugungen stehen. Als aktiver Umweltschützer sollten Sie niemals als Autoverkäufer arbeiten, denn Automobile sind nicht „umweltfreundlich“, wie uns manche Werbung glauben machen will, sondern höchstens relativ wenig umweltfeindlich. Als Motorennarr sollten Sie am besten nicht als Versicherungsverkäufer tätig sein, sondern dann wiederum als Autoverkäufer, denn zum erfolgreichen Verkaufen gehört immer die Begeisterung des Verkäufers, und Begeisterung resultiert nur aus der völligen Identifikation mit einer Aufgabe.
  • Werde ich durch meine aktuelle Aufgabe ausreichend gefordert? Wenn Sie Jahr für Jahr denselben Kunden immer nur dieselben Produkte anbieten, ist es kein Wunder, wenn Ihnen irgendwann einmal schlichtweg die Lust fehlt, sich engagiert für Ihre Produkte einzusetzen. Nur eine ständige Erweiterung der Aufgaben und Kompetenzen kann auf Dauer motivieren.

Setzen Sie sich regelmäßig mit diesen Fragen auseinander und versuchen Sie, eventuelle Hemmnisse, die Sie mental blockieren, aus dem Weg zu räumen. Nur so werden Sie durch die Identifikation mit Ihrem Beruf als Verkäufer die Kunden- beziehungsweise Verkaufsorientierung erreichen, die Sie benötigen, um sich in der Menge Ihrer Mitbewerber durchzusetzen (die Lebensqualität, die für Sie selbst aus der Identifikation mit Ihrem Beruf resultiert, soll natürlich auch nicht vernachlässigt werden).

Ähnliche Beiträge

Verkaufstraining: Wie steige ich in das Verkaufsgespräch...
Besonders wenn es Ihnen schwer fällt mit Kunden ins Gespräch...
Read more
Mehr Emotionen im Verkaufsgespräch
Die Emotionen im Verkaufsgespräch sind für die Kaufentscheidung häufig viel...
Read more
Fit im Einkauf: Kontinuierliche Fortbildung ist unabdingbar
Erfahrene Vertriebler wissen es schon lange: Durch die ständige Verfügbarkeit...
Read more
Wie Business Intelligence beim Steuern des Vertriebs...
Die ganzheitliche Sicht auf den Vertrieb durch Business Intelligence Wer ein...
Read more
So klappt es mit dem Abschluss
Sie wollen Ihre Abschlussquote erhöhen? Dann lesen Sie weiter und...
Read more
Der virtuelle Kundendienst – Support per Fernwartung
Eigentlich ist die Entwicklung nur logisch. Vieles geht heute online,...
Read more